Rückblick Sportanlass 2014: Kart-Fahren

Getreu dem Sportanlass-Motto “Klein, aber fein” trafen sich acht Mitglieder der OG Baden mit zwei Begleiterinnen zum Kartfahren in der Kartbahn Spreitenbach.

Nach einer kurzen Instruktion konnten wir uns im Trainingslauf mit unseren Karts und der Strecke vertraut machen. Der Trainingslauf wurde eifrig genutzt, um die Physik der Karts auszutesten. Es zeigte sich schnell, dass Bremsen nur an zwei Schlüsselstellen auf der Bahn notwendig war!

Im anschliessenden Qualifikationslauf konnte man sich als einer der sechs Zeitschnellsten für den Finallauf qualifizieren.

Wie immer bei Wettkämpfen soll natürlich auch die Rangliste des Finallaufs nicht fehlen
(jeweils mit schnellster Rundenzeit):

  1. Hptm Peter Friedli, 24.206 s
  2. Hptm Florian Häfliger, 24.836 s
  3. Oblt Andri Halter, 25.296 s

Anschliessend an das Rennen liessen die Teilnehmer die Rennen bei einem gemütlichen Grillieren Revue passieren.

Teilnehmer Kartfahren 2014

Teilnehmer Kartfahren 2014

Gripen: eine Beschaffung mit Augenmass

Die Beschaffung der Gripen-Kampfflugzeuge war am 5.April Thema einer gut besuchten Veranstaltung der aargauischen Offiziersgesellschaft an der Berufsschule Aarau. Nationalrätin Corina Eichenberger und Nationalrat Geri Müller diskutierten engagiert mit Luftfahrt- und Militärexperten und dem Publikum. Man erfuhr, dass jährlich mehrere Hundert Luftpolizei-Einsätze nötig sind und fragte sich: Wie sollen wir in einer Krise ohne Gripen auskommen? Am 18. Mai stimmen wir über die Beschaffung von 22 Gripen-Kampfflugzeuge für 3,126 Mia. Fr. ab – eine Frage mit weitreichenden Konsequenzen für die Sicherheit der Schweiz.

Rund 6‘000 Flugbewegungen täglich: Fritz Messerli, Ausbildungschef der Schweizer Luftraumüberwachung Skyguide, zeigte die Dimensionen des Schweizer Luftraums auf, der so intensiv genutzt wird wie kaum ein anderer Luftraum in Europa. Wenn zivile Verkehrsflugzeuge mit bis zu 1000 km/h fliegen, dann braucht die Luftpolizei Kampfflugzeuge: „Das ist einfach Physik“, meinte Messerli, selber Linienpilot und Milizoffizier. Wie jeder souveräne Staat ist die Schweiz völkerrechtlich verpflichtet, ihre Lufthoheit mit leistungsfähigen Mitteln zu wahren. Für ein neutrales Land ist dies gerade in Krisen eine besondere Herausforderung.

Mehrere Hundert Luftpolizei-Einsätze gibt es jährlich in der Schweiz, bei denen Kampfflugzeugen eingesetzt werden: Weil überprüft werden muss, ob ein Radarsignal auch tatsächlich dem angemeldeten Flugzeug entspricht, weil der Funkkontakt verloren geht, Flugzeuge von ihrer Flugroute abweichen oder sonst in Schwierigkeiten geraten sind. Die Radars der Schweiz sehen weit genug, um alles nötige zu erkennen, doch es braucht auch genügend Mittel, um im Luftraum zu intervenieren. Anhand aktueller Beispiele führte Messerli vor Augen, wie wenig es braucht, bis ein Flugzeug aufgrund technischer Probleme oder menschlichen Versagens in ernste Schwierigkeiten gerät.

von links nach rechts: Stefan Ulrich (Moderator, Radio SRF, Regi AG/SO), Fritz Messerli, Corina Eichenberger, Geri Müller, Oberst i Gst Peter Bruns, Div Hans-Peter Walser

von links nach rechts: Stefan Ulrich (Moderator, Radio SRF, Regi AG/SO), Fritz Messerli, NR Corina Eichenberger, NR Geri Müller, Oberst i Gst Peter Bruns, Div Hans-Peter Walser

Die 54 Tiger-Kampfflugzeuge stehen seit vierzig Jahren im Einsatz und eignen sich aufgrund ihres veralteten Radars nicht mehr für Luftpolizeieinsätze. Das zeigte Oberst im Generalstab Peter Bruns auf, Berufsmilitärpilot und Chef der Operationszentrale der Luftwaffe. Wenn Staaten uns Occasions-Tiger abkaufen wollten, dann suchten diese billige Trainingsflugzeuge, keine Kampfflugzeuge. Bruns zeigte auch die Vorteile des Gripen auf. Es sind dies seine Fähigkeit zum Datenaustausch, sein Radar und seine Meteor-Lenkwaffen, die sogar leistungsfähiger sind als diejenigen des F/A-18. Zudem ist der Gripen günstiger im Unterhalt. Unter dem Strich bringen 60% mehr Flugzeuge der Luftwaffe 100% mehr Leistung.

„Wir wissen nicht, was morgen ist“

Kampfflugzeuge kann man nicht einfach einsatzbereit kaufen. Die Zeitverhältnisse zeigte Divisionär Hans-Peter Walser auf. Der Chef des Armeestabes ist verantwortlich für die Rüstungsprogramme. Das Projekt „neues Kampfflugzeug“ startete 2003, aber erst im Rüstungsprogramm 2012 wurde der Gripen vorgeschlagen, über den wir 2014 abstimmen. Für den Einsatz bereit würden die Gripen-Staffeln im Jahr 2022 – also fast zwanzig Jahre nach Projektstart. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass wir Flugzeuge in Friedenszeiten beschaffen sollten, nicht erst wenn Wolken am Himmel aufziehen. „Sicherheit ist eine langfristige Investition und wir wissen nicht, was morgen ist“, meinte Walser und verwies darauf, dass die Grundausbildung eines Kampfpiloten mehr als sechs Jahre Zeit beansprucht.

AOG Präsident, Dieter Wicki SOG Vizepräsident Marcus B. Graf Grossratspräsident Thierry Burkart Fritz Messerli, Skyguide Oberst i Gst Peter Bruns Div Hans-Peter Walser Moderator Stefan Ulrich Blick in das Plenum

Diskutiert wurden die Alternativen zum Kauf der Gripen-Kampfflugzeuge: Kooperation mit anderen Ländern ist in der normalen Lage möglich und wird bereits praktiziert (dazu bestehen Abkommen mit allen Nachbarstaaten). In der Krise jedoch ist diese Zusammenarbeit für ein neutrales Land wie die Schweiz zum Teil problematisch, gehören doch drei unserer Nachbarstaaten zum NATO-Bündnis. Helikopter oder Propellerflugzeuge wären für den Luftpolizeidienst zu langsam und könnten nicht hoch genug fliegen, auch Drohnen können diese Aufgabe nicht übernehmen. Occasions-F/A-18 hätte man gerne gekauft, doch kein Staat will solche verkaufen. Eine wirkungsvolle Fliegerabwehr ist in einem Kriegsfall wichtig, aber kein taugliches Mittel für die Luftpolizei in der Krise: Man kann ja nicht einfach jedes verirrte Passagierflugzeug abschiessen.

Für und wider

Auf die sicherheitspolitischen Dimensionen der Gripen-Beschaffung verwiesen Grossratspräsident Thierry Burkart und Oberst im Generalstab Marcus Graf in ihren Grussworten. Graf ist Vizepräsident der schweizerischen Offiziersgesellschaft. Die lebhafte Diskussion wurde von Stefan Ulrich moderiert, Redaktor des Regionaljournals Aargau / Solothurn von Radio SRF. Es geht um die kontinuierliche Erneuerung der Luftwaffe, betonte Nationalrätin Corina Eichenberger. Auch finanzpolitisch spreche nichts gegen den Gripen. Nationalrätin Eichenberger rechnete vor, dass der Gripen-Kauf pro Einwohner und Jahr während zehn Jahren gerade einmal vier Franken koste. Divisionär Walser betonte, dass im ordentlichen Armeebudget Anschaffung (3,126 Mia.Fr.) und Betrieb (100 Mio. Fr. / Jahr) des Gripen eingeplant seien.

Für Nationalrat Geri Müller sind die Prioritäten falsch gesetzt: Eine gute Cyber-Abwehr sei wichtiger als Kampfflugzeuge. Überraschenderweise entkräftete er selber den Vorwurf, der Gripen sei ein Papierflieger: Es sei klug, bei einer so komplexen Beschaffung die technologische Weiterentwicklung zu berücksichtigen und nicht einfach die Technologie zum Zeitpunkt der Evaluation zu beschaffen.

Bereits vor dem Apéro war man sich einig, dass es bei der Gripen-Beschaffung nicht um die Fähigkeit geht, dass die Schweiz über längere Zeit autonom Krieg führen könnte, sonder dass Luftpolizeialltag und Krisenfall im Vordergrund stehen. Der Gripen ist eine Beschaffung mit Augenmass, meinte Walser.

Am 5. April in Aarau: Kampfflugzeug Gripen – wozu?

Wir laden alle interessierten Personen ein, am Samstag, 5. April 2014, 09.00 – ca. 13.00 Uhr, sich an der Berufsschule Aarau über den Gripen informieren zu lassen. Die AOG lädt dazu zu einer öffentlichen Gripen-Informationsveranstaltung ein.

Divisionär Hans-Peter Walser (Chef Armeestab) und Oberst i Gst Peter Bruns stehen Red und Antwort, Nationalrätin Corina Eichenberger und Nationalrat Geri Müller diskutieren pro und contra – informieren Sie sich vor Ort und diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns auf einen Grossaufmarsch der Aargauer Offiziere!

Einladung zur “Surprise” vom 24.01.2013

Traditionsgemäss findet auch diesen Januar die “Surprise” im Raum Baden statt. Vom Programm wird wie gewohnt nicht viel verraten. Da wir uns aber unter anderem auch im Freien aufhalten werden, ist darauf zu achten, witterungstaugliche Kleidung zu tragen

Datum: Donnerstag, 24.01.2013
Zeit: 19.00 Uhr
Treffpunkt: Vor Moser’s Kafi, Schlossbergplatz, Baden

Alle Mitglieder haben bereits eine schriftliche Einladung erhalten. Gerne begrüssen wir aber auch eingeteilte und angehende Offiziere oder Offiziere ausser Dienst, die (noch) nicht Mitglied unserer Offiziersgesellschaft sind. Sie dürfen sich wiederum auf ein spannendes Programm freuen und sich überraschen lassen. Im Anschluss an die Surprise werden wir uns im Restaurant Rose in Baden verpflegen und den Abend dort gemütlich ausklingen lassen.

Anmeldungen können unter Angabe von Grad & Namen und Anzahl Begleitpersonen via Kontakt-Formular bis zum 17.01.2013 getätigt werden.

Gediegener Gala-Abend der Offiziersgesellschaft Baden

Die Offiziersgesellschaft Baden hat als Höhepunkt im Jahresprogramm im Hotel Limmathof im Bäderquartier in Baden einen kleinen Offiziersball gefeiert.

Ball-Präsident Peter Friedli konnte 44 Personen zum Abend begrüssen: Offiziere vom Leutnant bis zum Obersten aller Altersstufen und militärischen Funktionen mit ihren Begleitungen.

Nach Apéro und Vorspeise richtete Präsident Caspar Zimmermann, frisch zurück vom Abverdienen als Kompaniekommandat, das Wort an die Gäste. Er berichtete von der Zusammenarbeit mit jungen Milizkadern und Soldaten, die ihn mit Freude erfüllte. Nach mehr als einem Jahrzehnt wieder in einer Rekrutenschule dienen zu dürfen, sei eine herausfordernde, aber äusserst erfüllende Aufgabe gewesen. Des weiteren lobte Zimmermann den Einsatz der jungen Kader.

Als zweiter Redner sprach der Präsident der Aargauischen Offiziersgesellschaft Oberstleutnant Dieter Wicki. Er betonte die Wichtigkeit der „Homebase“, also des Ortes, wo man sich zuhause fühlt und Kraft schöpfen kann und lobte zugleich den Einsatz der Ehefrauen und Partnerinnen, die die Offiziere der Schweizer Armee eben in der „Homebase“ tatkräftig unterstützen. In Bezug auf die Abstimmung über die Wehrpflicht nächstes Jahre mahnte er alle Mitglieder, wie wichtig deren Gewinn für die Erhaltung einer Milizarmee sei: „ Es geht hier nicht um die Frage, ob man die Wehr- in eine allgemeine Dienstpflicht umwandeln soll; nein, es droht ganz generell die Abschaffung der Pflicht, die so wichtig für den Milizgedanken ist!“

Nach dem Hauptgang fand eine Versteigerung einiger spezieller Objekte statt. Der Erlös floss der OG Baden zu, respektive sicherte das finanzielle Gelingen des Abends.

Zum Spiel der Moody Tunes-Kapelle folgte, was an keinem Offiziersball fehlen darf: Der Tanz. Das Gala-Dinner aus der Küche des Goldenen Schlüssels und die festliche Atmosphäre werden den Gästen bestimmt in bester Erinnerung bleiben. Der Vorstand der Offiziersgesellschaft Baden ist nach den zahlreichen positiven Rückmeldungen bemüht, so einen Abend in naher Zukunft zu wiederholen.

Oblt Peter Friedli