Fallschirmspringen in Texel, Holland

Im August sind drei Mitglieder der Offiziersgesellschaft Baden mit einem Kameraden aus Zürich nach Holland an einen militärischen Fallschirmkurs gefahren. Wir haben dabei die von der Nato für den Erwerb der „Jump-Wings“ geforderte Bodenausbildung und die fünf Sprünge absolviert.

Der Kurs startete am Sonntag 14. August auf der westfriesischen Insel Texel mit der Begehung des Flugplatzes und des Paracentrums. Am nächsten Morgen begann bei kühlem, aber strahlendem Wetter die Bodenausbildung. Das heisst Landung üben üben üben, bis die Beine blaue Flecken haben. Dies, da die Landung mit dem Rundkappenfallschirm wesentlich härter ist, als mit einem steuerbaren Flächenfallschirm.

Gegen Abend hiess es dann plötzlich: „I think, you’re ready to jump!“ Kurze Zeit später sass man im Flugzeug und stieg in den Abendhimmel. Als dann die Tür aufging und der Fahrtwind in die Kabine blies, machte sich ein leicht mulmiges Gefühl in der Magengrube breit. Aber schon sass man in der Tür, der Jumpmaster fragte „ready?“, man antwortete automatisch „ready!“ und verlor den Boden unter den Füssen – oder besser unter dem Hintern. Nach „One thousand, two thousand, three thousand!“ war der Schirm tatsächlich offen und man genoss den sanften Gleitflug zurück zur Erde.

Ein Höhepunkt während des viertägigen Kurses war sicher der Sprung aus der Antonov AN-2. Stehend, in einer Reihe, fast so wie in der Serie „Band of Brothers“.

Der Fallschirmkurs in Texel war sehr gut geführt und ein unvergessliches Erlebnis. Wir hatten zusammen, aber auch mit anderen Armeeangehörigen aus England, Luxemburg, den Niederlanden oder Deutschland eine tolle Zeit.

Einziger Wermutstropfen war die vorausgegangene Bürokratie in der Schweiz: Als aktive Offiziere der Schweizer Armee hätten wir den militärischen Kurs gerne in unserer Uniform absolviert. Trotz mehreren Anträgen und der Zustimmung von SOG-Präsident Oberst i Gst Hans Schatzmann wurde uns dies jedoch nicht bewilligt.

Oblt Caspar Zimmermann

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